Das Blog zur Initiative für Bildung ‘von unten’
13 Jun
Ich habe im Herbst 2007 meine Idee von einem offenen Lernprojekt in einem Ladenlokal Gerhard Schmidt-Wittenbrink vorgestellt. Der ist Leiter eines Beschäftigungsträgers in Detmold und ich hatte die Idee, dass die uns bei einem bestimmten Projekt unterstützen könnte, wenn wir denn irgendwann mal an den Start gehen würden..
Nachdem ich alles artig vorgetragen hatte hat er mich mit einem etwas ungläubigen Unterton gefragt: „Und wo wollen Sie das machen?“ Das er nicht noch ergänzt hat: „Doch nicht etwas bei uns hier in der Provinz??“ war alles. Und ich ganz ehrlich und wie aus der Pistole geschossen: „Am Liebsten in Berlin!“ Ich hatte einfach die Vorstellung, dass man in einer großen Metropole mehr Menschen begeistern könnte an einer Vision mitzuarbeiten, die vielleicht ein bisschen zu sperrig ist um sich jemandem mit überwiegend ökonomisch sozialisiertem Denken so ohne weiteres zu erschließen. (more…)
1 Jun
Auch an diesem Abend ist wieder eine sehr bunte Mischung von Texten vorgetragen worden. Sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Kurzgeschichte „Keine Angst“ von Frank Schätzing, zwei Kapitel aus John Steinbecks „Früchte des Zorns“, ein Gedicht von Albert Schweitzer und das Kapitel über Orgasmus aus „Die Prinzenrolle“ von Dieter Schnack und Rainer Neutzling gehört. Der beitrag aus der Prinzenrolle ist in Ergänzung zu dem Gespräch eingebracht worden, das sich bei dem letzten Vorleseabend um das Thema Frauen- und Männerliteratur entwickelt hatte. Den Abschluss bildete, wie auch bei der ersten Veranstaltung, eine kleine Sinngeschichte, die zum Nachdenken Anlass geben sollte. Insgesamt hat das Lesen nicht so viel Zeit in Anspruch genommen wie am ersten Vorleseabend, so dass noch etwas Zeit für Gespräche und Diskussionen blieb. Man könnte auch sagen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gerne noch ein oder zwei Texte mehr gehört hätten oder auch: Am Ende der Texte war noch reichlich Zeit übrig. (more…)
2 Mai
Das Projekt Lerninsel kann nur wachsen und gedeihen wenn sich möglichst viele Menschen daran beteiligen und es beobachten. Der einfachste und unaufwändigste Weg das Projekt zu verfolgen ist, die Statusmeldungen zu lesen, die wir über Twitter und status.net verbreiten. Damit ist man immer aktuell über das Geschehen rund um die Lerninsel informiert.
Wir schreiben zum allen Ereignissen, großen und kleinen, Statusmeldungen, die nicht länger sind als eine SMS-Nachricht und die man auf Twitter und status.net verfolgen kann. Wir schreiben wann Öffnungszeiten sind, wann und wo der Plan mit den Öffnungszeiten der nächsten Woche herunter geladen werden kann, dass wir eine Kaffeemaschine geschenkt bekommen haben und dass die Jungs, die wegen der Präsentation kommen wollten, Rudi schon wieder versetzt haben. (more…)
21 Apr
Unter dem Titel: “Fahrenheit 451″ oder: Welches Buch wärst Du? haben wir am gestrigen Dienstag einen Vorleseabend veranstaltet.
Pate für den Titel der Veranstaltung stand der gleichnamige Roman von Ray Bradbury. In der Geschichte geht es um einen totalitären Staat in dem Bücher verboten sind. Die Ordnungsmacht spürt sie auf und lässt sie verbrennen. “Gesetzlose” versuchen die Bücher zu erhalten in dem sie sie auswendig lernen. Jeder dieser “Gesetzlosen” kennt ein Buch auswendig. Ältere geben sie an Jüngere weiter, damit die Bücher weiter Bestand haben können.
In einer solchen Situation wäre also die Frage: Welches Buch wärst Du?
Sieben Teilnehmerinnen in Teilnehmer hatten sich zu der Veranstaltung eingefunden und nach einer kurzen Vorstellungsrunde hat die Lesung begonnen.
Zunächst sind wir in den Genuss einer kleinen Autorenlesung gekommen. Katja Carstensen las aus ihrem Buch “Die kleine Spinne” das Kapitel: “Die kleine Spinne beschließt einen Freund zu finden”.
Weiter sind von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern folgende Texte vorgelesen worden:
Aus dem Taschenbuch “Küßchen, Küßchen!” von Roald Dahl wurde die Kurzgeschichte “Die Wirtin” gelesen, aus Hermann Hesses “Narziß und Goldmund” wurde das erste Kapitel vorgetragen und nach ein paar einführenden Worten hat eine weitere Bsucherin aus den ersten Seiten des Buches “Die Bücherdiebin” von Markus Zusak vorgelesen.
Den Abschluß bildete eine kurze Weisheitsgeschichte mit dem Titel: “Was getan wurde ist getan.”
Die Teilnehemden waren sich einig, einen weiteren Leseabend zu veranstalten und so ist verabredet worden in vier Wochen, d.h. am 18.5., ein solches Treffen zu wiederholen.
Am Rande soll noch erwähnt werden, dass es eine kleine Diskussion zu dem Thema “Was ist denn eigentlich Frauenliteratur?” gab. Was genau diese Diskussion ausgelöst hat ist dem Verfasser dieser Zeilen nicht mehr präsent aber es steht zu vermuten, dass sich die Diskussion auf das nächste Treffen in irgendeiner Weise auswirken wird.